Kategorie: Referenzen

  • Bestandserhaltungsintitiative 2006/2007

    Bestandserhaltungsintitiative 2006/2007

    Die Landesinitiative Substanzerhalt (LISE) ist ein Projekt des Landes NRW in Kooperation mit den Landschaftsverbänden zur Förderung von bestandserhaltenden Maßnahmen und richtet sich an nichtstaatliche Archive. Das Projekt wurde 2006 mit dem Schwerpunkt auf Massenentsäuerung konzipiert und wird seit 2020 unter veränderten Rahmenbedingungen fortgeführt. (Auszug Projektinfo Website)

    Mit Projektstart Anfang 2007 übernahm ich die Leitung des neu eingerichteten Zentrums für Bestandserhaltung in Pulheim Brauweiler, entwickelte die Abläufe, baute das Einsatzteam auf und koordinierte die Zusammenarbeit mit den Aussenstellen.
    Fotos aus Brauweiler

  • Depot für archäologische Grossobjekte 2014 / 2015

    Depot für archäologische Grossobjekte 2014 / 2015

    2014 suchte der Archäologische Dienst des Kantons Bern ein dauerhaftes Depot für den zuletzt am Neuen Museum Biel ausgestellten Einbaum von Erlach. Gleichzeitig sollte damit eine Lösung für andere archäologische Grossobjekte gefunden werden.
    Ich wurde beauftragt, verschiedene Liegenschaften auf ihre Eignung zu prüfen und die vertraglichen Modalitäten mit dem Eigentümer zu klären. Das Team Präventive Konservierung des Archäologischen Dienstes plante und organisierte anschliessend die Einrichtung und den Transfer der Grossobjekte. Zum Auftrag gehörte ebenso die Optimierung der klimatischen Bedingungen und die Installation des Monitoring.

  • Zentrale Datenbank 2017-2022

    Zentrale Datenbank 2017-2022

    Evaluation und Teilprojektleitung Einführung Zentrale Datenbank

  • „Das Boot zum See tragen“

Das kleinste Museum der Schweiz für den ältesten Einbaum der Schweiz

    „Das Boot zum See tragen“ Das kleinste Museum der Schweiz für den ältesten Einbaum der Schweiz

    Gemeinde Moosseedorf, 2018

    2011 wurde bei Rettungsgrabungen am Ufer des Moossees unter der Siedlungsschicht in der Sekreide ein stark deformierter, aber gut erhaltener Einbaum aus Lindenholz gefunden. Mit 6500 Jahren gilt er als einer der ältesten Einbaumfunde der Schweiz.

    Nach seiner Konservierung wird er seit August 2018 an der Fundstelle der Fundstelle in einer gestalterisch und technisch anspruchsvollen Vitrine präsentiert.

    Die Präsentation dieses Fundes ist das Ergebnis interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Gemeinde Moosseedorf als Auftraggeber, dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern als Eigentümer und wissenschaftlicher / konservatorischer Berater, dem Planungsbüro Groenlandbasel als Projektverantwortlicher sowie Fachfirmen für die Erstellung, Ausrüstung und Erprobung der Vitrine.

    In diesem aussergewöhnlichen, interdisziplinären Projekt war es besonders wichtig, die zunächst gegensätzlichen Anforderungen zusammenzutragen und eine für alle Beteiligten optimale Lösung zu finden. Es mussten konservatorische und gestalterische Anforderungen integriert und im Rahmen des verfügbaren Budgets in eine technisch anspruchsvolle und dennoch wartungsfreundliche Lösung übertragen werden. Dies war auch möglich Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsplaner und der Auftraggeberin – der Gemeinde Moosseedorf.

    In diesem KOntext übernahm ich zunächst Verantwortung bei der Standortsuche und trug die konservatorischen Anforderungen (Klima, Zugänglichkeit, Risikoanalyse) zusammen.

    Im weiteren Verlauf vertrat ich die Interessen des Archäologischen Dienstes gegenüber dem Auftraggeber – der Gemeinde Moosseedorf – und dem Planungsbüro. In der Ausführungsphase koordinierte ich schliesslich die Ausführung/Installation der Infrastruktur und der wissenschaftlichen Inhalte.

    Nach Inbetriebnahme der Vitrine konnte das Team Präventive Konservierung des ADB zusammen mit den Kontaktpersonen vor Ort einen Notfallplan entwickeln. Teile dieses Notfallkonzepts werden seitdem auch bei anderen Projekten und auf die Depots des ADB angewendet.

    weiterführende Informationen

    Lageplan auf map.geo.admin.ch

  • Zentrales Klimamonitoring

    Zentrales Klimamonitoring

    2018 wurde beim Archäologischen Dienst ein zentrales Monitoring des Klimas für die Depots und ausgewählte externe Ausstellungen in Betrieb genommen.

    Anlass waren bedeutende Ausstellungsprojekte und damit verbunden gestiegene Anforderungen an das Objektklima. Aussagen zum Klima sollten aussagekräftiger und verbindlicher werden. Es sollte möglich sein, schnell und adäquat auf riskante Klinmaänderungen zu reagieren.

    Dem Projekt ging das jahrelange Bemühen voraus, das Klima der Depots mit Einzelloggern und dem Zugriff auf die Anlagendaten der raumlufttechnischen Anlage zu überwachen. Die geringe Verlässlichkeit der gewonnen Informationen, der hohe Zeitaufwand für das Auslesen, Auswerten und Archivieren der Datenund nicht zuletzt die immer erst im Nachhinein verfügbaren Daten und die fehlende Alarmierungsfähigkeit führten schliesslich zur Entscheidung, auf ein zentrales System zu wechseln.

    Für dieses Vorhaben jhatte ich die volle Projektverantwortung von der Bedarfsermittlung bis zur Überführung in den laufenden Betrieb.

    Das System erlaubt seitdem eine kontinuierliche Überwachung in Echtzeit und informiert über Störungen des Systems selbst (Grenzwertüber- und Unterschreitungen, Verbindungsverlust zum Logger, Energieversorgung). Indirekt lassen die gelieferten Daten zudem Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit raumlufttechnischer Anlagen zu.

    Das System ist Web- Basiert und erlaubt einen ortsunabhängigen Zugriff auf die verfügbaren Informationen. So wurde es überhaupt erst möglich, das Klima an den angebunden Orten verlässlich zu kontrollieren udn ggfs. adäquat zu reagieren. Die Einführung des Systems brachte eine erhebliche Arbeitserleichterung und grossen Komfortgewinn. Es ist einfach zu bedienen. Die Daten sind gut auswertbar und lassen sich langfristig lokal sichern.

  • Neues Museum Biel 2023

    Neues Museum Biel 2023

    Verbesserung des Ausstellungsklimas in historischer Bausubstanz

  • Wanderausstellung 50 Jahre archäologischer Dienst 

    Wanderausstellung 50 Jahre archäologischer Dienst 

    Der Archäologische Dienst des Kantons Bern feierte im Jahr 2020 sein 50-jähriges Bestehen. Dies nahm er zum Anlass, der Berner Bevölkerung die Vielfalt ihres archäologischen Kulturerbes und dessen Bedeutung für ihre Geschichte aufzuzeigen und in einer Wanderausstellung sowie einer Publikation zu vermitteln.

    Als Grundatz für die Konzeption wurde Mobilität für die Ausstellung gefordert. Daran orientierte sich die gesamte weitere Planung für die Form und Gestaltung der Ausstellungs- Infrastruktur, die Präsentation und Logistik der Fundobjekte, die Besucherführung und die Öffentlichkeitsarbeit.

    Die Ausstellung sollte während 10 Monaten an 8 Orten im ganzen Kanton gezeigt werden, von Meiringen und Zweisimmen im Berner Oberland, über Köniz und Langenthel im Mittelland bis Tramelan im Berner Jura. Es mussten Lösungen für die Logistik der Ausstellungsbehälter und Fundobjekte, für die grosse klimatische Bandbreite einer Ausstellung während 3 Jahreszeiten an metereologisch sehr unterschiedlichen Orten und für die konservatorisch sichere – in der Materialzusammensetzung sehr unterschiedlichen – Fundobjekte gefunden werden.

    Einige Stichworte zur Umsetzung: Man entschied sich für die Nutzung zweier Container, in die Stampflehmelemente als Sockel für teilweise passiv klimatisierte Ausstellungsvitrinen eingebaut wurden. Die Stampflehmelemente funktuionierten gleichzeitig als Feuchtepuffer. Die 16 Fundobjekte, u.a. aus Eisen, Gold, Kupfer, Leder, Stein, wurden nach Fundort und Materialgruppen getrennt in den Vitrinen platziert udn montiert

    (8 Orte, Meiringen bis Tramelan, drei Jahreszeiten, Container, Klima, konservatorische Anforderungen, Sicherheit, Design, Montage, Logistik, 16 Fundobjekte, unterschiedliche Materialien, Viitrinen, Stampflehmsockel als Puffer, Corona